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| RIVIERA PAGE berichtet über Olivenöl |
OLIVENBÄUME von
E.K.
Olivenöl und Qualität
Der Olivenbaum ist wohl neben der Dattelpalme die älteste Kulturpflanze der Länder um das Mittelmeer. Mit diesem Öl verbinden die Menschen seit 7000 Jahren, Glück, Wohlstand, Frieden, reiche Ernte und Nachwuchs.
Die Taube, die Noah, nach Wochen auf See vom Ende der Not kündete trug einen Olivenzweig als Zeichen der Hoffnung im Schnabel. Mit Olivenöl wurde gesalbt, ob Christus oder die Hohepriester bei den Phöniziern.
Das Olivenöl der neuen Ernte wurde immer den Göttern geopfert. Die Sieger in Olympia bekamen keine Lorbeerkränze (das war in Rom), sie bekamen Kränze aus Olivenzweigen. Olivenöl wurde zur Schönheitspflege und als Medizin verwendet.
So ist es kein Wunder, dass dieses Öl uns fasziniert und man heute in Deutschland schon mal von der Olivenölgeneration spricht.
Aber Olivenöl war schon immer kostbar und daher teuer.
Die Qualität des Olivenöls hängt von vielen Faktoren ab:
1.
Standort der Bäume, Qualität der
Pflanze,
Schädlingsbefall und deren
Bekämpfung
Stehen die Bäume in der warmen und feuchten Region am Meer wachsen sie schnell. Das ist schon deshalb kein Qualitätsvorteil weil der Schädlingsbefall durch die Olivenfliege in dieser Region auch besonders hoch ist. Das Gegenmittel ist, meist sogar mehrmaliges, Spritzen der Plantage mit Insektengift. Trotzdem sind oft alle Oliven durch Maden sehr in der Qualität gemindert. Eine angestochene Olive fällt vom Baum und ist schnell verdorben. Rechtzeitiges spannen von Netzen macht es möglich auch diese Oliven zu verwerten. Hohe Lagen in den Bergen etwa um 200 bis 600 Meter sind meist frei von der Fliege, aber der Verlust der Bäume durch kalte Winter ist hoch. Die Bäume wachsen langsamer, die Ernte ist geringer und durch steile Berghänge schwieriger.
2. Ernte uOlivenöl wurde immer beliebter und bald setzte hier die technische Entwicklung in der Produktion ein. Als Erstes konnte der Stein durch einen Elektromotor schneller bewegt werden. Die Presse wurde durch Öldruckzylinder auf viele Tonnen verstärkt. Was raus kam war immer noch „extra vergine“ aber ausgepresst bis auf den Rest.
Heute kommen die Oliven, mit allem, am Anfang einer Verarbeitungsstraße rein und am Ende kommt „extra vergine“ raus. Weitere Pressungen sind unwirtschaftlich, die Abfälle werden verheizt oder noch chemisch behandelt für Schönheitslotion. Das Einzige was geblieben ist, ist die „guitarra“ und das Wasserbad.
Warum ist Olivenöl „extra vergine“ in Deutschland so teuer?
Die Art der Olivenpflanze ist wichtig. In den Tälern hier um Imperia, der Olivenstadt, gibt es die "taggiasca" Oliven es ist eine der besten Olivenart der Welt.
Wir kaufen beim Bauern, der kennt seine Ernte genau und verwendet das beste Öl aus der ersten Ernte für sich und seine Familie. Wenn er mehr hat verkauft er, meist an Leute die er kennt. Preis so um die 8 € pro Liter.
Oder man kennt eine Mühle, kennt den Besitzer, weiß wo die Oliven her sind, kennt die Art der Olivenpflanze dort (auch da gibt es Unterschiede) und weis letztlich um die Sauberkeit der Verarbeitung, Preis so um die 8 bis 12 € pro Liter.
Wie bekommt man in Deutschland gutes Olivenöl?
Wie prüft man Olivenöl?
Das Etikett gut durchlesen, wo kommt das Öl her. In Spanien gibt es riesige Plantagen mit maschineller Ernte, das ist billiger. Das Öl ist dann natürlicherweise nicht von erster Güte. Die Spanier mögen es mir verzeihen.
Natürlich
kann man Olivenöl kosten. Die Qualität erkennen damit nur
Fachleute. Versuchen Sie es mal mit einer kleinen Menge auf einem
Teelöffel. Das Öl darf nicht ranzig riechen oder schmecken, es
ist dann alt. Brennt es etwas im hals ist das Öl frisch.
Stört etwas die Nase oder Zunge
ist es kein gutes Öl,
dass ist sicher. Erfragen Sie beim
Händler den Säuregrad. Normales extra vergine, was man im
Geschäft bekommt hat 0.8 bis 1 %. Öl mit einem Säuregrad
von 0,25 % ist absolute Spitze. Werte die noch darunter liegen sind
sehr selten und werden sehr schwer zu bekommen sein.
Olivenöl in einer dunklen Flasche kühl, lagern, nicht kalt, nicht im Kühlschrank. Etwa so wie man Wein lagert. Es sollte bis zur nächsten Ernte verbraucht sein, also ein Jahr. Für den Verbrauch am Besten immer nur ein kleines Fläschchen abfüllen.
Über die gesundheitlichen Aspekte von Olivenöl möchte ich mich nicht auslassen, darüber gibt es genügend Veröffentlichungen. Dazu gehören auch Betrachtungen über den Säuregrad.
Besuch des Oliven-Museums in Imperia im Internet http://www.museodellolivo.com/de/index.htm
Wer mehr wissen möchte: http://www.cilento-nationalpark.de/beilage/oel.html
http://www.olivarium.com/index.php?id=184&L=0&C=at
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